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Müssen wir immer gut drauf und voller Selbstliebe sein?

Auf Instagram folge ich unter anderem einer sehr inspirierenden und positiven Frau. Sie scheint immer gut drauf zu sein und in sich selbst ruhend und voller inneren Frieden. Doch es hat mich, unbewusst, unter Druck gesetzt. Ich habe mir zum Beispiel ihre Insta-Stories angeschaut, die Texte unter ihren Fotos durchgelesen und in ihren Büchern gelesen. Je nach dem, in welcher Stimmung ich war, dachte ich, ich muss an meiner Laune und Verfassung arbeiten. Ich muss auch immer so voller positiver Energie sein. Und wenn nicht, dann stimmt was nicht mit mir. Dann muss ich noch an mir arbeiten. Was mit Sicherheit der Fall ist. Denn wer möchte nicht lieber gute Laune und positive Energie haben, statt das Gegenteil?!

Aber müssen wir wirklich immer positiv sein? Es gibt immer mal Tage oder Situationen, in denen wir uns halt nicht so toll fühlen. Krampfhaft gut drauf zu sein wird dann ziemlich merkwürdig sein. Ich habe mich dann noch zusätzlich mies gefühlt, weil ich mies drauf war… Klingt komisch, ist aber so.

Ich versuche mir jetzt immer auch zuzugestehen, dass ich auch mal negativ sein kann und trotzdem alles in Ordnung ist bei mir. Denn wenn ich mich zusätzlich dafür verurteile, hält dieses Negative nur noch länger an. Lass‘ ich es aber einfach mal zu und sage, dass es völlig normal und ok ist, geht es mir schon viel besser.

Ich habe anfangs schrieben, „unbewusst“. Mir ist es erst so richtig bewusst geworden, als ich einen Text von ihr unter einem Foto gelesen habe. Dort hat sie geschrieben, dass sie auf ihre positive Art angesprochen wurde. Sie beschreibt, dass sie auch nicht immer so gut drauf ist und man sich nicht mit anderen vergleichen oder sich unter Druck setzen sollte. Wir sehen ja immer nur einen kurzen Ausschnitt von einer Person und nicht das Ganze, oder wie es wirklich in einem Menschen aussieht. Es ist ok so, wie du dich gerade fühlst! Mich hat das so erleichtert und beruhigt. Weil ich wirklich dachte, sie wäre immer so ausgeglichen.

Und in diesem Moment ist mir das so bewusst geworden, wie sehr mich das unter Druck gesetzt hatte.

Kannst du dich mit deinen Gefühlen so annehmen, wie es gerade jetzt der Fall ist?

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